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Heimatbuch

Rahm
Dorfgeschichte - Dorfgeschichten

Das Buch ist zum Preis von 20,- Euro erhältlich in der PROVINZIAL-Geschäftsstelle Bernhard Daub, Angermunder Straße 61a, 47269 Duisburg(-Großenbaum.)

Ihre Bestellung können Sie auch per Email kassierer@bv-grossenbaum-rahm.de an den Bürgerverein richten.


Im Rahmen der Vorbereitung zum 500. Jahrestag des Alheidis-Vermächtnisses aus dem Jahre 1494 entstand 1992 die Idee, sich eingehender mit der Geschichte Rahms zu befassen, zumal es eine Ortschronik bis dahin nicht gegeben hatte.

Dipl.-Ing. Günter Both nahm die Sache sogleich in die Hand und fand in Hans Bodemer, Dr. phil. Wilfrid Braun und Dr. jur. Volkhard Riechmann
entschlossene Mitstreiter. So entstand in mühevoller Detailarbeit ein knapp 400 Seiten umfassendes Werk mit einer Vielzahl von Themen, die durch zahlreiche Fotos und Abbildungen anschaulich dargestellt werden.

Auch den Großenbaumer und Angermunder Bürgern ist die Lektüre des Buches zu empfehlen. Etliche Beiträge befassen sich mit den Nachbarorten Rahms: schließlich gehörte Rahm bis 1929 zur Bürgermeisterei Angermund, und enge Beziehungen zu Großenbaum hat Rahm nicht erst seit der gemeinsamen Eingemeindung nach Duisburg vor gut 70 Jahren. Großenbaumer Kinder gingen bis 1896 in die Rahmer Schule.
Aus dem Inhalt:

- Ursprünge und Zusammenhänge
- Rahm, Schloß Heltorf und die Familie von Spee
- Menschen in Rahm
- Rahmer Wald, Rahmer Bach und die Gemarken
- Orts- und Verkehrsentwicklung
- Leben im Dorf
- Skizzen und Anekdoten
- Rahmer Sagen und Heimatdichtung
- Anhang: Ämter, Namen, Amtsperioden; Zeittafel; Literaturverzeichnis
Leseprobe:

"Aus Lehrer Blömers Tagebüchern (1822-1847)"
50 ad 60 Läuse, 23. November 1822

... zeigte mir der Gemeindevorsteher Franz Grobschmit durch ein Schreiben an, daß die Schule voll Ungeziefer sey, indem seine Tochter Margaretha alle Abenden mit 50 ad 60 Läuse nach Hause käme. Wenn ich dieses nicht änderte, so wollte er sich von mir trennen, bemerkte derselbe kurz am Ende seines Schreibens. Nach der angegebenen Anzahl Ungeziefer des Grobschmit muß der Boden der Schule hiervon befangen seyn, bemerkte ich dem Grobschmit in meinem Schreiben, sonst ist dieß nicht wahr. Zugleich bemerkte ich demselben, daß die Schule jeden Tag rein abgekehrt und am Ende einer jeden Woche vom Staub an den Wänden nähmlich gereinigt würde. Dieß wäre doch gewiß alles, was ich meiner Seits thun könnte, um die Schule von Ungeziefer frey zu halten. Ich machte Grobschmit aufmerksam, daß er darauf achten möchte, daß seyn Kind sich nicht in Nachbarshäuser aufhalten sollte.

Darf der Lehrer schlagen? 27. Februar 1823

Morgens war der Hubert Klingen von Großenbaum im Schreiben sehr unachtsam und ganz liederlich, welches ich demselben durch ein Berühren mit der Hand auf den Kopf und mit folgenden Worten verwies: Klingen, das geht schlecht! Hiernach schrieb ich die Worte unachtsam und liederlich in seine Schrift.

28. Februar 1823

Am 28ten, bey dem ich den Kindern die Federn austeilte, bemerkte ich, daß der Klingen alle seine Bücher unter dem Arme hatte. Ich reichte ihm, wie jedem andern Kind, eine Feder hin. Nein, ich will nicht schreiben, ich will nach Hause gehen, denn Sie haben mir gestern geschlagen, sagte er zu mir. Geschlagen, fragte ich in mir selbst, und konnte mich dieses nicht besinnen. Ja, Klingen darein redend, seine Eltern hätten gesagt, ich dürfte ihn nicht schlagen. Also habe ich dich gestern geschlagen? Ja. Abgebrochen diese Rede, ich nahm ihm die Bücher aus dem Arm, befahl ihm, seinen Vater hierher zu rufen, und hieß ihn zur Tür hinaus zu gehen.

In die Hose gewässert, 5. December 1830

... war Sonntag. Heute sagte mir der Unterlehrer Becker, daß ihm die Frau Jacob Zeien vom Großenbaum auf dem Kirchweg im Beisein mehrerer Leute bemerkt hätte, daß ihr Sohn Wilhelm in die Hose gewässert, und sollte ihn ferner das Hinausgehen gestatten; worauf er aber erwiedert hätte, daß ihm dieses unbekannt geblieben wäre. Dann möge die Frau Zeien ferner nicht so unhöflich sein und solches auf der öffentliche[n] Straße im Beisein der Leute bemerken, sonst müßte er solches anzeigen. Dieß Benehmen des Becker gegen die Frau Zeien war meines Erachtens ganz gut, weil der Lehrer sich auf der Straße über einen solchen Gegenstand nicht einlassen darf und kann.

Schändliche Behandlung, 9. Februar 1831

Gestern hatten die Knaben Johann Cremerius, Wilhelm Uhlenbruch und Johann Lamerz den kleinen Heinrich von der Heiden an Händen und Füßen angefaßt und ihn in Kuhkoth gesetzt. Über diese schändliche Behandlung belehrte ich dieselben und belegte dieses Vergehen mit der Strafe, daß sie Mittags nichts zu Essen erhielten.

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